Projektwoche an der Lambertischule Ochtrup: „Ich übernehme Verantwortung in meiner Welt!“
Eine ganze Woche lang drehte sich an der Lambertischule in Ochtrup alles um Verantwortung – für mich selbst, für meine Mitmenschen und für unsere gemeinsame Welt. Unter dem Motto „Ich übernehme Verantwortung in meiner Welt!“ konnten die Kinder aus über 30 vielfältigen Projekten wählen. Jedes Kind hatte dabei die Möglichkeit, im Laufe der Woche an drei unterschiedlichen Projekten teilzunehmen und das Thema Verantwortung aus verschiedenen Perspektiven zu entdecken und zu erleben.
Verantwortung für mich
Im Bereich „Ich übernehme Verantwortung für mich“ stärkten die Kinder ihr eigenes Wohlbefinden und ihre Persönlichkeit. In Projekten wie „Glück und glücklich sein“, „Kinderyoga“, „Entspannung“ und „Mutig sein“ lernten sie, auf ihren Körper zu hören, Gefühle wahrzunehmen und innere Stärke zu entwickeln. Achtsamkeitsübungen, kleine Meditationen und Bewegungsangebote sorgten dafür, dass Ruhe, Konzentration und Selbstvertrauen spürbar wuchsen.
Verantwortung für meine Mitmenschen
Besonders sichtbar wurde Verantwortung dort, wo die Schulgemeinschaft unmittelbar profitiert: Eine Projektgruppe baute ein offenes Bücherregal für die Schule – ein Ort, an dem Bücher geteilt, entdeckt und weitergegeben werden können. Andere Kinder verschönerten die Mülltonnen auf dem Schulhof kreativ und farbenfroh, damit Ordnung und Umweltschutz im Alltag leichter gelingen. Eine Gruppe besuchte das Altenheim, verbrachte Zeit mit den Seniorinnen und Senioren und spielte gemeinsam Spiele – gelebte Begegnung zwischen den Generationen. Außerdem sammelten Kinder Spenden zugunsten der Tafel und setzten damit ein starkes Zeichen für Solidarität und Hilfsbereitschaft.
Verantwortung für die Welt, in der wir leben
Im dritten Bereich stand Nachhaltigkeit im Mittelpunkt – Upcycling wurde ganz groß geschrieben. Aus scheinbar ausgedienten Materialien entstanden neue, brauchbare und schöne Dinge. Gruppen besichtigten zudem Lernorte vor Ort: Bei Kockmann erhielten die Kinder Einblicke in regionale Arbeitsprozesse, im Klärwerk lernten sie, wie wichtig sauberes Wasser und verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen sind. Im Repair-Café wurde repariert statt weggeworfen, es wurde fleißig genäht und es entstanden Insektenhäuser als Beitrag zum Naturschutz. So erfuhren die Kinder ganz praktisch, wie sie selbst unsere Umwelt schützen können.
Gemeinsam nachhaltig: Dank an die Eltern
Ein herzlicher Dank gilt unseren Eltern, die im Vorfeld zahlreiche Materialien gesammelt haben – von Dosen, Gläsern und Deckeln bis hin zu Stoffresten und Wolle. Dadurch konnten wir auf viele Neuanschaffungen verzichten und stattdessen kreativ wiederverwerten. Dieses gemeinsame Engagement hat die Projektwoche nicht nur nachhaltiger, sondern auch besonders vielfältig und bunt gemacht.
Ein Fazit, das Mut macht
Die Projektwoche hat gezeigt: Verantwortung zu übernehmen ist eine Gemeinschaftsaufgabe – und sie macht Spaß, wenn man sie gemeinsam anpackt. Die Kinder der Lambertischule haben erlebt, dass kleine Schritte Großes bewirken können: für sich selbst, für andere und für unsere Welt. Mit neuen Erfahrungen, praktischen Ideen und viel Motivation gehen wir nun in den Schulalltag zurück – und tragen das Projektwochen-Motto weiter in unsere „Welt“.
19. Mai 2026 von Julia Kophamel